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Jahresrückblick Tierpark Reinach 2020

 

Wir blicken auf ein aussergewöhnliches Jahr 2020 zurück. Zum einen geprägt von der Corona-Pandemie, zum andern von solidarischen Mitmenschen und Mitgliedern, einem krisensicheren Tierpfleger-Team, entspannten Tieren und einem starken Zusammenhalt im Vorstand. Wegen der Pandemie musste der Tierpark ab Mitte März bis zum 6. Juni für die Gäste geschlossen werden. Erneut schliessen mussten wir den Park im Dezember. Die Bevölkerung zeigte sich in dieser Zeit sehr solidarisch und interessiert. Viele Menschen spazierten auf den Wegen rund um den Tierpark, suchten das Gespräch mit den Tierpflegerinnen oder fütterten die Spendeneule, die zum Glück beim Eingang vor dem Park steht. Das schöne Wetter im Frühling lockte ungewöhnlich viele Menschen auf die Wege und in den Wald.

Viele Eltern bedauerten vor allem, dass die Kinder nicht mehr die Ziegen streicheln durften. Dieses Verbot mussten wir während des ganzen Jahres aufrechterhalten. Es gab Informationen, wonach sich das Virus im Fell der Tiere festsetzen könnte und somit von Kind zu Kind übertragen wird. Besonders die Geissen vermissten die Zuneigungen des Publikums. Das konnten die Tierpflegerinnen etwas kompensieren.

Die Mitarbeitenden hatten während der Schliessung des Parks nicht weniger Arbeit. Die Tiere mussten trotz Virus beim Menschen gleich betreut werden wie immer. Die Tiere benötigten sogar mehr Aufmerksamkeit, weil die Besucherinnen und Besucher fehlten. Deshalb konnten wir weder Kurzarbeit beantragen noch die Mitarbeitenden ins Homeoffice schicken. Die Mitarbeitenden zeigten sich sehr engagiert und auch flexibel. Sie unterbreiteten dem Vorstand zahlreiche Verbesserungs- und Verschönerungsvorschläge, die wir laufend diskutieren.

 

Trotz der schwierigen Zeit konnten wir während der Schliessung die Möglichkeit nutzen und haben einige Verbesserungen zu Gunsten des Tierwohls vorgenommen. Auf der Voliere wurden Schattenspender installiert, Regenschutzvorrichtungen gab es für das Aufzuchtgehege der Hühner und Truten, das Entengehege und das Nagergehege.

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Für die Wiedereröffnung Anfang Juni mussten wir ein Schutzkonzept ausarbeiten, Schutzmassnahmen installieren und Desinfektionssprays am Eingang zur Verfügung stellen. Das Besucheraufkommen nach der Wiedereröffnung war sehr hoch. Die Leute freuten sich sehr, dass sie wieder die Tiere aus der Nähe beobachten konnten.

Die Besucherzahl an den offenen Nachmittagen ist erfreulich angesichts der Tatsache, dass wir den Park während 14 Wochen für die Besucher schliessen mussten. Wir zählten 8962 Gäste – im Vorjahr waren es rund 9200 Personen. Der Rekordmonat war der Oktober mit über 1300 Besuchern. An dieser Stelle möchten wir ganz herzlich René Mangold danken, der jeden Monat die Statistik erstellt und uns übermittelt. Auch danken wir den Aufsichtspersonen, die im letzten Jahr wieder im freiwilligen Einsatz standen und es ermöglicht haben, dass wir den Tierpark überhaupt an den Nachmittagen öffnen können. Wir haben mit einer Flyeraktion einige neue Aufsichtspersonen gewonnen.

Unsere langjährige Aufsichtsperson Monika Wenger hat mit ihrem Mann einen Schaukasten mit Eiern der im Tierpark lebenden Vögel gestaltet. Der Schaukasten stösst auf sehr grosses Interesse und ist ein neuer Anziehungspunkt.

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Schon im Frühjahr stellten wir eine grosse Nachfrage nach Seidenhühnern fest. Offenbar wollten viele Familien eigene Hühner in den Gärten halten. Wir liessen die Seidenhühner so oft wie möglich brüten. Bei den Hirschen freuten wir uns über zahlreichen Nachwuchs. Wir hatten sogar einen „Nachzügler“, der erst im September – vier Monate nach den anderen Jungtieren – zur Welt kam.

Schwierig war die Situation bei den Veranstaltungen. Die für den 18. März 2020 geplante Mitgliederversammlung musste sehr kurzfristig abgesagt werden. Am 15. März rief der Baselbieter Regierungsrat wegen der Pandemie den Notstand für das Kantonsgebiet aus, am 16. März folgte der Bundesrat. Es war nicht mehr möglich, eine Versammlung durchzuführen. Auf Grund der sehr angespannten Pandemiesituation beschlossen wir, ein „langes Vereinsjahr“ durchzuführen, d.h die Jahre 2019 und 2020 zusammenzuschliessen.

Wir konnten im September ein Helferessen organisieren. Es wurden alle Aufsichtspersonen eingeladen. Der Anlass war sehr erfolgreich und alle Anwesenden freuten sich sehr, dass wir dieses Essen durchführen konnten. Wir haben Grilladen und Salate serviert, sowie ein tolles Dessert. Selbstverständlich alles coronakonform.

Einen Apéro für unsere Sponsoren organisierten wir ebenfalls im September. Auch dieser Anlass löste viel Freude aus.

 

Schliesslich führten wir den beliebten Santiglaus-Anlass trotz Corona durch. Die Kinder und Eltern mussten Abstand halten, die Erwachsenen Masken tragen. Alle hielten sich an die Vorschriften. Der Santiglaus verteilte über 70 Säckli mit Nüssen, Manderinli und Schoggi. Wir erlebten viele sehr dankbare Eltern, die uns mitteilten, dass alle derartige Anlässe wie auch die Weihnachtsmärchen abgesagt worden sind. Vier Vorstandsmitglieder waren anwesend und schauten, dass die Veranstaltung coronakonform ablief.

Wir rechneten im Frühjahr mit einem Defizit von 10‘000 bis 15‘000 Franken. Wir gingen davon aus, dass die Firmensponsoren und Mitglieder zurückhaltend sein werden mit dem Bezahlen der Rechnungen. Zudem war schon im Frühjahr klar, dass wir kein Tierparkfest durchführen konnten. Die Einnahmen von rund 7000 Franken fehlten somit auch. Die finanzielle Situation entspannte sich erst, nachdem zwei Privatpersonen und eine Stiftung sehr hohe Beträge gespendet hatten. Für diese grosszügige Unterstützung möchten wir uns an dieser Stelle bedanken. Dank den Besucherspenden sowie den ausserdienstlichen Spenden konnten wir unser Geschäftsjahr ohne Verlust abschliessen.

Der Vorstand hielt zehn Sitzungen ab, zum Teil digital. Wir haben versucht, dieses schwierige Jahr so gut es ging, zu organisieren. Immer wieder forderten uns kurzfristig erlassene Regeln heraus. Wir mussten flexibel sein. Der Vorstand wuchs in dieser Zeit zu einem kompetenten Team zusammen.

Eigentlich hätten wir auf Anfang 2021 eine neue Leistungsvereinbarung mit der Gemeinde unterschreiben sollen. Da aber auch die Gemeinde mit diversen neuen Herausforderungen zu kämpfen hat, verschob sie diese Verhandlungen um ein Jahr und verlängerte die bisherige Vereinbarung

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